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Das Siebengebirge
   
Das Siebengebirge ist ein rechtsrheinisches südöstlich von Bonn im Bereich der Städte Königswinter und Bad Honnef gelegenes „Gebirge“, das aus mehr als 50 Bergen, Hügeln und Anhöhen besteht. Das Siebengebirge wird nur den wenigsten ein Begriff sein. Ruhig und bescheiden liegt es seit Jahrtausenden direkt am Rhein, schmiegt sich an Bonn heran, „schielt“ auf die Kölner Bucht und blickt auf die ferne Eifel auf der anderen Seite des Rheins. Das Siebengebirge, ein Naturpark, wie er natürlicher nicht sein kann.

Aber – das Siebengebirge ist kein Gebirge! Vielmehr ist es eine Gruppe kleiner Hügel. Der „große Oelberg“ als höchster Berg im Siebengebirge misst die, allenfalls für Niederländer ansehnliche Höhe von 461 m. Dennoch, die rund 50 Erhebungen und kleinen Berge sind gerade für Freizeitwanderer nicht zu unterschätzen und als Ensemble sowohl Naherholungsgebiet für Bonner und Kölner, als auch beliebtes Wanderziel unter Kennern. Das Massiv von bewaldeten Kuppen entlang des Rheins liegt hierfür ideal. Erschlossen durch die Nord-Süd-Achse der A 3, nahe Bonn (10 km), Siegburg (8 km) und Köln (30 km) gelegen, ist das Siebengebirge ein für viele praktischer Grüngürtel im Süden Nordrhein-Westfalens.

Das märchen- und sagenumwobene Siebengebirge ist noch dazu das viel besungene älteste deutsche Naturschutzgebiet. Zwar ist der Naturpark Siebengebirge der kleinste deutsche Naturpark mit 4.800 ha, der es aber in sich hat. Jeder kennt das Märchen rund um die sieben Zwerge aus den sieben Bergen. Noch älter aber ist die Siegfriedsage, in der Siegfried gegen den Drachen kämpft am Drachenfels, dem kleinsten der offiziellen sieben Berge des Siebengebirges und durch ein Bad in dessen Blut unverwundbar wird.

Tatsächlich finden sich Ecken, in denen Schneewittchen wie beschrieben hätte liegen können... Was die Siegfriedsage angeht, dafür gibt es nicht nur Beweise und Belege, nein – durch Museen wie Siegfriedhalle, Drachenburg sowie Ausstellungen in der Drachenburg, Siebengebirgsmuseum und die Burgruinen
 Drachenfels und Löwenburg gibt es einiges zu entdecken. Doch das Hauptargument, einen Ausflug ins Siebengebirge zu unternehmen, ist die unendliche Natur. Es gibt außerordentlich liebevoll und gut gepflegte Wanderwege. Das Panorama sowohl des Siebengebirges als auch die Umgebung von den Gipfeln der vielen Berge ist atemberaubend. Jeder einzelne Hügel ist für sich ein Naturpark, der mit seinen vielen – teilweise noch wilden Tieren – ursprünglich geblieben ist.

Der Drachenfels ist das Wahrzeichen des Siebengebirges. Mit 321 m Höhe und seiner markanten Silhouette ist er seit mehr als 100 Jahren der Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt. Ein Grund dafür: Die historische Zahnradbahn von 1883. Die viertletzte Zahnradbahn Deutschlands überwindet auf ihrem Weg zum Gipfel rund 220 Höhenmeter mit Steigungen von bis zu 22 Prozent.

Sehr sehenswert ist der Reptilienzoo in der Nibelungenhalle mit dem berühmten Mississippi-Alligator „Heinrich vom Drachenfels“, der ca. 1956 geboren wurde und 3,50 m misst. Seine Partnerin „Alice“, 1956 geboren, legte 1999 endlich Eier, sodass der Reptilienzoo am Drachenfels stolz auf die erste Vermehrung von Mississippi-Alligatoren in Deutschland blicken konnte. Aber auch Geckos, Leguane, Warane, Agamen und Basilisken sind genauso zu bestaunen wie spektakuläre Schlangen wie Anakondas, diverse Pythonarten und die Rarität: Eine Albino-Tigerpython.

In Bad Honnef am Fuße des Drachenfels lebte Bundeskanzler Adenauer viele Jahre lang im Ortsteil Rhöndorf. Sein Haus kann ebenso wie sein Garten besichtigt werden. Vor der Stadt liegt die Rheininsel Grafenwerth, zu der regelmäßig Schiffsverkehr besteht, ihr gegenüber die Insel Nonnenwerth mit einem Schul-Internat.

Deutschlands ehemalige Hauptstadt Bonn liegt am Übergang zwischen dem Rheinischen Schiefergebirge und der Kölner Bucht. Gegründet wurde Bonn von den Römern als Castra Bonnensia. Von 1238 bis 1794 hatten die Bischöfe von Köln hier ihre Residenz. Das Münster St. Martin zählt zu den schönsten romanischen Kirchen am Rhein. Beethoven wurde hier geboren.