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Ab Montag geht's nur noch aufwärts

Sperrung wegen Sanierung: Sieben Wochen lang ist die L 331 nur Richtung Ittenbach befahrbar

Von Hansjürgen Melzer

Siebengebirge. Am kommenden Montag, 19. Juni, ist es soweit. Wegen der Sanierung der L 331 wird die Straße zwischen der Zufahrt zum Petersberg und dem Oelbergringweg auf der Margarethenhöhe in Fahrtrichtung Königswinter gesperrt. Ab Montag, 26. Juni, wird die Baustelle bis zur Einmündung der B 42 erweitert. In Fahrtrichtung Ittenbach bleibt die Landesstraße befahrbar.

Dies teilte am Dienstag der Landesbetrieb Straßenbau NRW mit. Die Sperrung in den ersten beiden Bauabschnitten soll voraussichtlich bis Dienstag, 18. Juli, dauern. Auf Anfrage sagte die Pressesprecherin des Landesbetriebs, Sabrina Kieback, dass die L 331 anschließend im dritten Bauabschnitt zwischen dem Oelbergringweg auf der Margarethenhöhe und der Einmündung der L 83 Richtung Thomasberg saniert werden soll. „Das wird etwas länger dauern, weil in diesem Bereich der parallel verlaufende Gehweg ebenfalls saniert wird“, so Kieback. Die Behörde rechnet für den dritten Abschnitt mit einer Bauzeit von rund zweieinhalb Wochen. Für die gesamte Sanierungsmaßnahme ist der Zeitraum zwischen der 25. bis 33. Kalenderwoche eingeplant. „Wenn es Verzögerungen gibt, haben wir so noch zwei Wochen als Puffer“, sagt Kieback. Umleitungen sind ausgeschildert. Verkehrsteilnehmer werden von Ittenbach über die L 83 oder von der Autobahnanschlussstelle Siebengebirge über die L 331 in Richtung Oberpleis auf die L 268 Richtung Oberdollendorf geführt. Der Busverkehr von Königswinter nach Ittenbach fährt den üblichen Linienweg. In Richtung Königswinter nehmen die Busse die Umleitungsstrecke. Auch der Schulbusverkehr ist nach Angaben des Landesbetriebs von den Einschränkungen betroffen.

Die von der Königswinterer Kommunalpolitik im Bau- und Verkehrsausschuss geforderten Nachbesserungen hat der Landesbetrieb in einem Gespräch mit der Stadt abgelehnt. Um einen Verkehrskollaps in Oberdollendorf zu vermeiden, hatte die Politik von der Anschlussstelle Siebengebirge aus weitere Umleitungsstrecken über Landesstraßen wie die L 144 durch das Schmelztal, die L 490 (Langemarckstraße) und die L 143 über Birlinghoven gefordert. Diese würden nach Auffassung des Landesbetriebs jedoch irreführend wirken. Auch die Verhältnismäßigkeit zwischen Kosten und Nutzen wäre nicht gegeben. Für ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen auf der L 268 in Oberdollendorf sieht die Behörde ebenfalls keine Veranlassung und aufgrund fehlender Rechtsgrundlage auch keine Notwendigkeit. Sorgen hatte sich die Politik auch gemacht, dass städtische Straßen wie der Oelbergringweg in Ittenbach, der Feldweg zwischen der L 331 und Döttscheid, die Rosenau- und die Oelbergstraße in Heisterbacherrott sowie die Bach- und Falltorstraße und die Straße Cahn's Berg in Oberdollendorf als Schleichwege genutzt werden könnten. Die Stadt Königswinter will die Situation auf diesen Straßen genau beobachten. Dazu hat sie zwei Messgeräte auf den Umleitungsstrecken und ein weiteres in der Oberdollendorfer Ortsdurchfahrt installiert. Sollten die städtischen Straßen zu stark frequentiert werden, könnten mobile Sperren aufgestellt werden, um den Verkehr wieder auf die überörtlichen Straßen zu lenken.

Die Baufirma wird nach Angaben des Landesbetriebs im Schichtbetrieb montags bis samstags von 6 bis 22 Uhr arbeiten. An einem Wochenende wird wegen eines Kreuzungsbereichs auch am Sonntag gearbeitet. Der Parkstreifen „Kutschenweg“ entlang der L 331 dient als Baulager und wird daher gesperrt.

Die Straßen-NRW-Regionalniederlassung Rhein-Berg lässt auf der L 331 im Rahmen des Erhaltungsprogramms für Landesstraßen auf einer Länge von 5,2 Kilometern die Fahrbahndecke und die Entwässerungseinrichtungen erneuern. Die Kosten liegen bei 800 000 Euro.

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 14.06.2017

Last changed: 14.06.2017 at 07:17
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