skip to content
  Sie sind hier: Home
Home >>

Ae­gi­dien­berg ganz in Weiß

Zum zwei­ten Mal or­ga­ni­siert der Brauch­tums­ver­ein ein Dî­ner en blanc. Mehr als 100 Teil­neh­mer ta­feln vor der Kir­che

Von Ros­wit­ha Osch­mann

AE­GI­DIEN­BERG.  Ein Platz sah Weiß: Zum zwei­ten Mal hat­te der Brauch­tums­ver­ein Ae­gi­dien­berg zum Dî­ner en blanc ein­ge­la­den. Und der Ae­gi­diu­splatz war prak­tisch der Bo­is de Bou­log­ne von Pa­ris, von wo aus 1988 das Mas­sen­pick­nick in Weiß sei­nen Sie­ges­zug an­ge­tre­ten hat­te. Da­mals spreng­te die pri­va­te Par­ty von Fran­co­is Pas­quier die Di­men­sio­nen des ei­ge­nen Gar­tens. Mon­sieur zog mit sei­ner Ge­sell­schaft um in den Park Bo­is de Bou­log­ne“. Seit­her gibt es all­jähr­lich Nach­ah­mer – über­all.

Hin­ter dem Char­me der Pa­ri­ser brau­chen sich die Ae­gi­dien­ber­ger nicht zu ver­ste­cken. Das Out­fit: schick. Die Ta­fel­de­ko­ra­tio­nen: fan­tas­tisch. Und es kommt noch ei­ne drit­te Kom­po­nen­te hin­zu: Stil. Hier rei­sen die Da­men und Her­ren teil­wei­se mit Old­ti­mern an. Man­che der his­to­ri­schen Flit­zer glänz­te eben­falls ganz in Weiß. Ins­ge­samt 21 Wa­gen und fünf Mo­peds park­ten auf dem Fest­ge­län­de. Zwei Grill­sta­tio­nen ste­hen zu­dem in Ae­gi­dien­berg be­reit; an ei­ner bot Mir­ko Lo­renz Hil­fe an. Tom­ke Ebert hat­te den Ae­gi­dien­ber­ger Ver­ei­nen die Ge­rä­te ge­stif­tet. Hier wur­den Fleisch oder Fisch ge­brut­zelt. Die ins­ge­samt mehr als 100 Teil­neh­mer hat­ten ih­re Ti­sche lie­be­voll de­ko­riert, na­tür­lich ganz in Weiß. Und: Sie un­ter­war­fen sich selbst ger­ne dem Dres­sco­de. Vie­le Hü­te rag­ten aus dem „Feld“. Und auch der Fa­sci­na­tor war un­ter den Ac­ces­soi­res aus­zu­ma­chen – et­wa mit Or­chi­deen wie bei Hel­ga Wel­ter. Auch Ros­wit­ha Tent­ler hat­te mit ih­rer ehe­ma­li­gen Kar­ne­vals­grup­pe „Die stei­fen Glie­der“ al­les auf Weiß ge­setzt. Zum Nach­tisch: Him­be­er­traum­tor­te. Na­tür­lich nasch­ten die Fest­gäs­te auch ger­ne ein­mal bei den Nach­barn.

Der Ju­ry – Jörg Adelt, Kay Scharf­ens­tein und Sil­via Win­ters­berg – fiel es gar nicht leicht, die schöns­te Ta­fel zu prä­miie­ren. Des­halb ver­ga­ben sie zwei er­ste Prei­se. Mir­ko und Bet­ti­na Lo­renz hat­ten so von der Pre­mie­re 2016 ge­schwärmt, dass sich Freun­de aus Bö­blin­gen, Eva und Ge­rhard Mül­ler, dies­mal zum Dî­ner ein­fan­den. An ih­rer Ta­fel sa­ßen auch Olaf und Mo­ni­ka Beck­mann so­wie Hel­ga Bos­bach-Fein­hals. „Ich ha­be mei­nen Hut aus Hol­land mit­ge­bracht“, er­zähl­te Bet­ti­na Lo­renz. Und: „Wir ha­ben vo­rab den Tisch zur Pro­be ge­deckt.“ Ein Schlei­er in der Mit­te mit ei­ner zar­ten Ro­sen­ket­te und al­te, mit Fe­dern zu stil­vol­len Ker­zen­leuch­tern ar­ran­gier­te Schnaps­glä­ser ver­zück­ten die Ju­ry be­son­ders: Platz eins.

De­bo­rah Priel hat­te ei­ne Eu­ro­pa­let­te mit der Sä­ge her­ge­rich­tet und ge­wann so die per­fek­te Schmuck­leis­te für Ker­zen, Luft­bal­lons und Blu­men. Mit ihr am Tisch: ihr Mann Mar­kus und die Kin­der Ma­ja, Kla­ra und Mi­chel, Mi­chae­la Rein­gen und ih­re Söh­ne Da­ni­el und Jan­nis so­wie Hei­ke und Ralf Ga­lon­biew­ski mit Max, Tim und Ja­kob. Es gab Rin­der- und Schwei­ne­fi­let nebst Brat­würst­chen. Und hin­zu kam auch hier der Sie­ger-Sekt.  Am Nach­mit­tag wa­ren die mo­to­ri­sier­ten Gäs­te nicht mehr zu hal­ten. Mit­or­ga­ni­sa­tor Jörg Adelt gab den Start­schuss zur „Tour de Sie­ben­ge­bir­ge en blanc“. Es ging durch Bad Hon­nef, wei­ter durch Kö­nigs­win­ter nach Nie­der­dol­len­dorf und über Ober­pleis wie­der zu­rück zum Aus­gang­spunkt. Un­ter­wegs: stau­nen­des Pu­bli­kum, Win­ken und La­chen. Ein Traum in Weiß.

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 11.07.2017

Last changed: 11.07.2017 at 10:43
Back