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Sonntag, 30. April 2017

Traditionelles Maiansingen

19:00 Uhr, auf dem Ae­gi­diu­splatz

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Kein Rad­weg an der K 6 – aber ein Aus­bau

2020/2021 soll die Kreis­stra­ße bei Ae­gi­dien­berg aus­ge­baut wer­den. Schlech­te Chan­cen für ei­nen Fuß­weg

Von Ka­trin Jan­ßen

Ae­gi­dien­berg. Seit Jah­ren kämp­fen die Ae­gi­dien­ber­ger um ei­nen Geh- und Rad­weg ent­lang der Kreis­stra­ße 6. Am Mitt­woch war der Kreis in der Sit­zung des Be­zirks­aus­schus­ses zu Gast. Dort konn­te Die­ter Dett­ke, Ab­tei­lungs­lei­ter Stra­ßen­bau beim Rhein-Sieg-Kreis, der Po­li­tik zwar kei­ne gro­ßen Hoff­nun­gen auf die Er­fül­lung ih­rer Wün­sche ma­chen, aber im­mer­hin et­was „Halb­po­si­ti­ves“ ver­mel­den: Die Stra­ße soll 2020/2021 aus­ge­baut wer­den. Und dann so breit, dass sich die Ge­fähr­dung der nicht mo­to­ri­sier­ten Ver­kehrs­teil­neh­mer zu­min­dest re­du­ziert.

Die Krux an der Ge­schich­te: Ei­gent­lich ist die Kreis­stra­ße 6 kei­ne Kreis­stra­ße. Per De­fi­ni­ti­on han­delt es sich bei ei­ner Kreis­stra­ße um ei­ne Stra­ße, die vor al­lem den über­re­gio­na­len Ver­kehr auf­neh­men soll. Da­von ist die K 6 weit ent­fernt. Noch grö­ßer wird das Di­lem­ma, wenn es um Rad- und Geh­we­ge geht. Dort schrei­ben die Richt­li­ni­en 2500 Fahr­zeu­ge in 24 Stun­den vor so­wie 75 Fahr­rad­fah­rer in ei­ner Spit­zen­stun­de. Da auch der Kreis er­kannt ha­be, dass die­se Wer­te vie­ler­orts nicht zu er­rei­chen sei­en, so Dett­ke, ha­be man für das kreis­ei­ge­ne Bau- und In­ves­ti­ti­ons­pro­gramm an­de­re Maß­stä­be ent­wi­ckelt. Dem­nach müs­sen für die An­la­ge ei­nes Geh- und Rad­we­ges in 24 Stun­den 1000 Fahr­zeu­ge die Stre­cke pas­sie­ren. Doch auch da lag man in Ae­gi­dien­berg bei ei­ner Zäh­lung 2010 drun­ter – 766 Au­tos wur­den no­tiert. Zwar hat es da­nach 2015 noch ei­ne wei­te­re Ver­kehrs­zäh­lung ge­ge­ben, die der Lan­des­be­trieb Stra­ßen­bau NRW ge­mäß ei­ner Ver­ein­ba­rung mit dem Kreis durch­führ­te. Doch, so stell­te Dett­ke tro­cken fest, hier lie­gen die aus­ge­wert­eten Zah­len noch nicht vor.  Den­noch stell­te der Kreis zu­min­dest ei­ne teil­wei­se Ver­bes­se­rung in Aus­sicht: Vor­aus­ge­setzt, die Gel­der ste­hen zur Ver­fü­gung, soll die Kreis­stra­ße 2020/2021 zwi­schen Him­berg und der ICE-Tras­se aus­ge­baut wer­den. Die Stra­ße soll ei­nen Fahr­bahn­quer­schnitt von sechs Me­tern ha­ben und rechts und links ein je­weils ei­nen Me­ter brei­tes Ban­kett aus Schot­ter er­hal­ten. Das ist zwar nicht als Geh­weg ge­dacht, könn­te aber als sol­cher ge­nutzt wer­den. „Nicht ge­ra­de mit dem Renn­rad“, aber mit ei­nem nor­ma­len Rad sei es auch für Rad­ler nutz­bar, glaubt Dett­ke.  Als ei­nen Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung sa­hen die Po­li­ti­ker die­se Nach­rich­ten zwar an, wün­schen wür­de man sich mehr. Dett­ke ver­sprach: Soll­ten die Er­geb­nis­se der Zäh­lung von 2015 ein an­de­res Bild er­ge­ben, wer­de man sich an­de­ren Lö­sun­gen nicht ver­schlie­ßen.

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 07.04.2017

Last changed: 07.04.2017 at 06:03
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