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Am 27. April 2018 im Bürgerhaus Aegidienberg

 

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Le­bens­freu­de mit Mu­sik und Scho­ko­la­de

Die Rei­he „Klas­sik zu Gast bei Cop­pe­neur“ in der Con­fi­se­rie am Dachs­berg wird wie­der auf­ge­nom­men

Von Kat­ha­ri­na We­ber

Ae­gi­dien­berg. „Das Sie­ben­ge­bir­ge ist ei­ne kul­tur­freie Zo­ne“: Ei­ne pro­vo­kan­te The­se, die ein nam­haf­ter Bon­ner Künst­ler laut Oli­ver Cop­pe­neur auf­stell­te, als die­ser im ver­gan­ge­nen Jahr die Rei­he „Klas­sik zu Gast bei Cop­pe­neur“ ins Le­ben ru­fen woll­te. Und ein wei­te­rer soll hin­zu­ge­fügt ha­ben: Kei­ne der­ar­ti­ge Ver­an­stal­tungs­rei­he ha­be sich lang­fri­stig eta­blie­ren kön­nen. „Wenn ei­ne Sa­che schwie­rig ist, ist es ein Grund mehr es zu ver­su­chen“, dach­te sich der Cho­co­la­tier und or­ga­ni­sier­te mit den Gleich­ge­sinn­ten Die­ter Lütt­ke und Her­bert Groe­ger Kon­zer­te im Au­di­to­ri­um sei­ner Fir­ma in Ae­gi­dien­berg. Be­kann­ter­ma­ßen mit Er­folg. Da­von an­ge­spornt, set­zen sie die Rei­he fort.

Der Ver­an­stal­tungs­ort ma­che das Gan­ze für Zu­hö­rer und Künst­ler so in­tim, dass das Event ei­nen be­son­de­ren Stel­len­wert be­kom­me, meint Lütt­ke. Im Au­di­to­ri­um fin­den rund 120 Men­schen Platz. Durch ein gro­ßes Fens­ter hin­ter der Büh­ne kann man in die Pro­duk­ti­ons­räu­me von Cop­pe­neur schau­en. Ob­wohl der Raum nicht für Kon­zer­te kon­zi­piert wur­de, zeig­ten sich die Künst­ler ob der gu­ten Akus­tik stets po­si­tiv über­rascht, so Lütt­ke.

Im er­sten Jahr ha­be die ho­he Qua­li­tät der In­ter­pre­ten im Vor­der­grund ge­stan­den; im zwei­ten Jahr sol­le es ei­nen The­men­schwer­punkt ge­ben: Spa­nien und La­tei­na­me­ri­ka. Bei­des sei vor al­lem für, „Sal­sa, Rum­ba und Le­bens­freu­de“ be­kannt, da­bei ent­sprän­gen aus ih­nen im­mer wie­der auch „lei­se, sinn­li­che und trau­ern­de“ Stü­cke, meint Groe­ger. Zu den Mit­wir­ken­den der Kon­zer­te sagt er: „Die Künst­ler hier ste­hen al­le an der Schwel­le zum pro­fi­lier­ten Mu­si­ker.“ Mit Gi­tar­renk­län­gen er­öff­net im März Pe­dro Agui­lar die Rei­he. Er ge­wann den Wett­be­werb des Salz­bur­ger Gi­tar­ren­fes­ti­vals, das der re­nom­mier­te Klas­sik-Gi­tar­rist Eli­ot Fisk ver­an­stal­tet. Wei­ter geht es mit dem ar­gen­ti­nisch-ja­pan­is­chen Duo To­kyo Tan­go, das zwar in der Re­gi­on an­säs­sig, aber in­ter­na­tio­nal be­kannt ist. „Vier hoch­be­gab­te Stu­den­ten“ des Mo­zar­teum Salz­burg, 13, 14, 15 und 22 Jah­re jung, tre­ten eben­falls bei Cop­pe­neur auf. Groe­ger ist sich si­cher: „Das wird ein Hö­he­punkt.“

Per­sön­lich über­zeu­gen konn­te er sich be­reits vom Kön­nen der rus­si­schen Pia­nis­tin Ana­sta­sia Yas­ko. Da be­ste­he „ei­ne ge­wis­se Ga­ran­tie, dass sie höch­stes Ni­veau er­reicht“. Im Rah­men von Cop­pe­neurs 25-jäh­ri­gem Fir­men­ju­bi­lä­um spielt im April das Bot­tro­per Sin­fo­nieor­ches­ter un­ter Lei­tung von Al­ban Pen­gi­li. Auf dem Pro­gramm ste­hen das Fo­rel­len-Quin­tett von Franz Schub­ert und An­to­nio Vi­val­dis „Vier Jah­res­zei­ten“. Un­ter dem Mot­to „Jazz zu Gast bei Cop­pe­neur“ konn­ten Groe­ger und Lütt­ke Mu­si­ker ge­win­nen, die bei Bad Hon­ne­fer Fans schon für vie­le schö­ne Mo­men­te ge­sorgt ha­ben: The In­ter­na­tio­nal Trio spiel­te zwi­schen 1998 und 2014 je­des Jahr im Kur­haus. 2018 brin­gen sie New Or­le­ans Jazz und Har­lem Swing nach Ae­gi­dien­berg. Nach den Kon­zer­ten ste­hen die Mu­si­ker für Ge­sprä­che mit dem Pu­bli­kum zur Ver­fü­gung.

Ganz nach dem Mot­to der Con­fi­se­rie „Ma­nu­fak­tur für Le­bens­freu­de“ ste­he die Le­bens­freu­de im Vor­der­grund, be­to­nen die drei Or­ga­ni­sa­to­ren der Kon­zert­rei­he. „Wir wol­len ei­ne Be­rei­che­rung für das Le­ben der Men­schen auf dem Berg und im Tal sein“, sagt Oli­ver Cop­pe­neur. Die Kom­bi­na­ti­on von Mu­sik und Scho­ko­la­de sei des­we­gen gar nicht so ab­we­gig – der Mehr­wert der sü­ßen Na­sche­rei lie­ge schließ­lich nicht in ih­rem Nähr­wert.

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 16.01.2018

Last changed: 17.01.2018 at 07:49
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