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Studenten sammeln Ideen für den Aegidiusplatz

Angehende Architekten der Technischen Hochschule Köln nutzen dazu eine neue Form der Bürgerbeteiligung

Aegidienberg. Seit Jahren dümpelt der Aegidiusplatz mit seiner schönen Kirche vor sich hin. Genutzt wird der Mittelpunkt des Ortsteiles vor allem als Parkplatz. Alle Versuche, daran etwas zu ändern, sind bisher gescheitert oder im Sande verlaufen. Ein Team von Architekturstudenten der Technischen Hochschule Köln macht jetzt einen neuen Anlauf. Unter der Leitung der Professoren Andreas Denk, Susanne Kohte und Daniela Kaufmann sammeln sie dazu mit Bürgern Ideen für die Zukunft des Platzes. Von Montag, 2., bis Donnerstag, 5. Juli, stehen die Studenten im Ideenbüro „Drei Lilien“, so der Titel des Projektes, im Ladenlokal Aegidiusplatz 4 a bereit, um mit den Aegidienbergern ins Gespräch zu kommen. Ziel ist es, möglichst viele und kreative Ideen zu sammeln und mit ihnen in Plänen, Texten und Zeichnungen sichtbar zu machen. Geöffnet ist das Ideenbüro täglich 10 bis 19 Uhr.

Die gesammelten Vorschläge sollen in der zweiten Julihälfte der Verwaltung und den politischen Gremien der Stadt überreicht werden, um als Grundlage weiterer Planungen zu dienen. Der Ideenworkshop der Studenten ist Teil einer sogenannten „Charette“, einer noch seltenen Art der Ideenfindung im Städtebau, bei der die Meinung und Verbesserungsvorschläge der Anwohner und Interessierten eingeholt werden, bevor es einen konkreten Plan gibt. Die Vorschläge der Bürger sollen so aufbereitet werden, dass sie in den Fachplanungen der Behörden berücksichtigt werden können. Mit im Boot ist übrigens auch das m: ai, das Gelsenkirchener Museum für Architektur und Ingenieurbaukunst, das das Projekt als Teil seiner hochschulübergreifenden Reihe „GrenzWertig“ fördert. Für die angehenden Architekten bietet das Projekt auch die Chance, bei einer praktischen Aufgabe ihre Kommunikations- und Darstellungsfähigkeiten zu üben. Am Donnerstag, 5. Juli, 17 Uhr, endet die „Charette“ mit einem für alle Interessenten offenen Fest und einer kurzen Vorstellung der Ergebnisse. suc

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 29.06.2018

Last changed: 29.06.2018 at 05:06
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