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Vie­le Plä­ne für das Bürg­er­haus Ae­gi­dien­berg

Neu­er Vor­stand des Kul­tur­ver­eins plant Er­neue­rung der Hei­zung, des Saal­bo­dens und der Sa­ni­tä­ran­la­gen

Von Ros­wit­ha Osch­mann

AE­GI­DIEN­BERG. Schon vor dem Ein­gang des Bürg­er­hau­ses Ae­gi­dien­berg steht nun ei­ne Büh­ne. Auf Bit­ten des neu­en Vor­stands Kul­tur­ver­ein Bürg­er­haus Ae­gi­dien­berg ließ die Bad Hon­nef AG den Künst­ler Eu­gen Schramm ans Werk, der den grau­en Strom­kas­ten in ein Schmuck­stück ver­wan­del­te. Gui­do Wil­hel­my, Vor­sit­zen­der des Kul­tur­ver­eins, und sei­ne Mit­strei­ter wähl­ten aus ei­nem Ka­ta­log als pas­sen­des Mo­tiv ei­ne Büh­ne aus: samt rot-schwarz ge­streif­tem Vor­hang und mit Büh­ne, Schein­wer­fers­trah­len, sche­men­haf­tem Pu­bli­kum und klat­schen­den Hän­den so­wie ei­ner „Herz-Hand“. Auf der Rück­sei­te ist der Na­mens­zug „Bürg­er­haus Ae­gi­dien­berg“ zu le­sen, der Be­su­chern gleich noch als Adress­hin­weis dient.

Die Vor­stands­mit­glie­der freu­ten sich über das ge­lun­ge­ne Werk des Bon­ner Ma­lers und staun­ten nicht schlecht, als sie im Bürg­er­haus­foy­er ent­deck­ten, dass das gro­ße Wand­bild mit den Kirch­tür­men Ae­gi­dien­bergs, der Brü­cke und dem ICE von 1999 eben­falls von Schramm stammt. Die­ses Bild hat­te der 1979 in Russ­land ge­bo­re­ne Ma­ler be­reits als Zwan­zig­jäh­ri­ger ge­schaf­fen.

Der at­trak­ti­ve Strom­kas­ten ist aber nicht die ein­zi­ge Ver­än­de­rung. Der Vor­raum des Bürg­er­hau­ses so­wie das Foy­er und die Gar­de­ro­be wur­den be­reits von den Vor­stands­mit­glie­dern und Freun­den selbst gest­ri­chen. Aber die neue Crew hat noch wei­te­re Zie­le. Gui­do Wil­hel­my als Vor­sit­zen­der, sein Stell­ver­tre­ter An­dre­as Gie­se, Fi­nanz­war­tin Ul­ri­ke Wil­hel­my und Pres­se­sprech­erin Car­men Fraund wol­len wei­te­re Maß­nah­men am Haus vor­neh­men.

Im Jahr 1998 war der Grund­stein für das Bürg­er­haus in Ae­gi­dien­berg ge­legt wor­den. In dem fast 20 Jah­re al­ten Ge­bäu­de sind ei­ni­ge bau­li­che Ak­ti­vi­tä­ten er­for­der­lich. So soll der äu­ße­re Ein­gangs­be­reich nicht nur op­tisch at­trak­ti­ver ge­stal­tet wer­den.

Ein Hand­lauf wird an­ge­bracht, der es vor al­lem äl­te­ren Be­su­chern er­leich­tern soll, den ab­schüs­si­gen Zu­gang zum Bürg­er­haus zu be­wäl­ti­gen. Die WC-Sa­nie­rung und die Um­rüs­tung der Be­hin­der­ten­toi­let­te ste­hen gleich­falls auf der Agen­da. Der Saal­bo­den mit ei­ner Flä­che von ins­ge­samt 450 Qua­drat­me­tern be­darf ei­ner in­ten­si­ven Be­hand­lung. Und ganz wich­tig: Die Hei­zung soll er­neu­ert wer­den, um die En­er­gie­kos­ten zu sen­ken. Strom­fres­sen­de Glüh­bir­nen wur­den be­reits ge­gen LED aus­ge­tauscht.

Im Jahr 1995 hat­te sich ein För­der­ver­ein Bürg­er­haus ge­bil­det, mit dem Ziel, ei­nen Ver­an­stal­tungs­raum in Ae­gi­dien­berg zu er­rich­ten. Nach­dem dies er­reicht war, wur­de der Ver­ein in Kul­tur­ver­ein Bürg­er­haus Ae­gi­dien­berg Bad Hon­nef e.V. um­be­nannt. Seit­dem küm­mern sich die Mit­glie­der des Ver­eins nicht nur um den Er­halt des Hau­ses, son­dern auch um das Haus als Kul­tur­zen­trum für Ver­an­stal­tun­gen.

Rund 100 Mit­glie­der hat der Ver­ein; der Jah­res­bei­trag be­trägt zwölf Eu­ro. Ge­nutzt wird das Bürg­er­haus von den Ver­ei­nen für Ver­an­stal­tun­gen, aber es steht auch für pri­va­te Fei­ern oder für ge­schäft­li­che An­läs­se zur Ver­fü­gung. Gui­do Wil­hel­my: „Es kann von je­der­mann ge­mie­tet wer­den.“  

Laut Sat­zung wür­de das Ae­gi­dien­ber­ger Bürg­er­haus an die Stadt Bad Hon­nef fal­len, soll­te sich kein Vor­stand für den Kul­tur­ver­ein fin­den. Und so wa­ren sich die Neu­lin­ge ei­nig, dass sie als Er­satz für die schei­den­de Crew um Hel­ga Wel­ter, die sich seit 1990 mit dem The­ma Bürg­er­haus mit Herz­blut be­fasst hat­te, zur Ver­fü­gung ste­hen.

Gui­do und Ul­ri­ke Wil­hel­my ver­brach­ten oh­ne­hin ei­ni­ge der schöns­ten Mo­men­te ih­res Le­bens im Bürg­er­haus: Hier wur­den sie 2012 als Prinz Gui­do I. und Prin­zes­sin Ae­gi­dia Ul­li I. ge­fei­ert. Und der Vor­sit­zen­de steht hier auch als Di­ri­gent des MGV Lie­der­kranz Ae­gi­dien­berg ge­le­gent­lich auf der Büh­ne.

Quelle: General-Anzeiger-Bonn vom 25.10.2017

Last changed: 25.10.2017 at 05:07
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